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GdP warnt vor den Folgen des teuren Nichtstuns |
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Geschrieben von Administrator
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Donnerstag, 14. Januar 2010 |
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Düsseldorf. Weil
die Landesregierung noch immer kein betriebliches Gesundheitsmanagement für die
Polizei entwickelt hat, entstehen dem Land Personalkosten für Polizeibeamte,
die krank oder aus Gesundheitsgründen nur bedingt einsatzfähig sind, in Höhe
von 290 Millionen Euro im Jahr. Darauf hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP)
in der heutigen Expertenanhörung des Innenausschusses hingewiesen. „Ein
erheblicher Teil der Ausgaben ließe sich vermeiden, wenn das Land mehr in die
Verhinderung gesundheitsschädlicher Arbeitsbedingungen investieren würde",
erklärte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter während der Anhörung. „Wenn es
uns gelingen würde, den Krankenstand bei der Polizei zumindest um ein Prozent
zu senken, ständen uns jeden Tag 400 Polizisten mehr zur Verfügung", sagte
Richter.
Bestätigt sieht sich die
GdP in ihrer Forderung nach einem betrieblichen Gesundheitsmanagement für die
Polizei durch die Erfahrungen der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Berlin und
Niedersachsen, die bereits vor mehreren Jahren entsprechende Systeme eingeführt
haben. Zwei Drittel aller dort anfallenden Ausfalltage gehen auf nur drei
Ursachen zurück, auf Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, der Atemwege und
auf Verletzungsfolgen. Alle drei Krankheitsbilder lassen sich erfolgreich
bekämpfen. Zum Beispiel durch eine bessere ergonomische Ausstattung der
Einsatzfahrzeuge, durch einen besseren Schutz gegen Verletzungen und durch mehr
Dienstsport.
„In NRW gibt es
allenfalls erste Ansätze für ein Gesundheitsmanagement", beklagte Richter. Der
Sporterlass liege beispielsweise bis zum heutigen Tag nur als Entwurf vor. Das
bereits seit 2004 vorgeschriebene betriebliche Eingliederungsmanagement für
Langzeiterkrankte nach dem SGB IX finde bei der Polizei zu wenig Beachtung.
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