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Landtag muss über Entsendung zusätzlicher Polizisten nach Afghanistan entscheiden |
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Geschrieben von Administrator
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Montag, 25. Januar 2010 |
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Düsseldorf. Die Gewerkschaft der
Polizei (GdP) erwartet von Innenminister Ingo Wolf (FDP), dass
Nordrhein-Westfalen der Bundesregierung keine Zusagen über die Entsendung
zusätzlicher Polizisten nach Afghanistan macht, solange der Landtag nicht über
ein Entsendegesetz für die Polizei entschieden hat. Bereits im Dezember
vergangenen Jahres hatte GdP-Landesvorsitzender Frank Richter gegenüber dem
Nachrichten-Magazin „Der Spiegel" kritisiert, dass die Entsendung deutscher
Polizisten nach Afghanistan ohne jede parlamentarische Kontrolle erfolgt. Zudem
sei der Einsatz deutscher Polizisten in Afghanistan zum Teil kontraproduktiv.
Statt einen Beitrag zum Aufbau der Demokratie in Afghanistan zu leisten, würden
viele der von den deutschen Polizisten ausgebildeten afghanischen
Sicherheitskräfte zu den Taliban überlaufen.
„Unsere Polizeibeamten
haben einen Eid auf die Verfassung des Landes Nordrhein-Westfalen geleistet.
Sie bleiben auch dann Polizeibeamte des Landes NRW, wenn sie für einen Einsatz
in Afghanistan vorübergehend an die Bundespolizei ausgeliehen werden", erklärte
Richter. „Der nordrhein-westfälische Landtag muss deshalb entscheiden, ob und
in welchem Umfang Polizeibeamte aus NRW in Afghanistan eingesetzt werden
sollen." Die bisherige Praxis, dass der Innenminister quasi im Alleingang über
die Entsendung nordrhein-westfälischer Polizisten entscheidet, sei nicht länger
hinnehmbar, erklärte Richter.
Zudem fordert die GdP,
dass in einem Entsendegesetz geklärt wird, wie Polizeibeamte versorgt werden,
wenn sie verletzt aus Afghanistan zurückkehren. „Bislang ist die Rechtslage für
Polizeibeamte, die verletzt oder gar getötet aus Afghanistan zurückkommen, nur
unzureichend geklärt. Das ist in einem Rechtsstaat nicht akzeptabel", erklärte
Richter.
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